Publikationen

Unsere Begegnungen mit dem Rollberger Box Gym

"Hier lernen Kinder fürs Leben"

 

Statement des MdB Dr. Fritz Felgentreu, SPD

 

Wie bewahren wir Neuköllner Kinder und Jugendliche vor einer kriminellen Laufbahn und ermöglichen ihnen echte Zukunftsperspektiven? Diese Frage hat den jungen, engagierten Neuköllner Seyfeddin Moussa so sehr beschäftigt, dass er vor circa einem Jahr entschied, das Problem mit einem eigenen Präventionsprojekt anzupacken.

 

 

Ich habe den Initiator vom „Rollberger Box Gym“ am 8. Januar kennengelernt und durfte beim Training zuschauen. Im kostenlosen Boxtraining können Kinder ab fünf Jahren sich austoben und ihre Aggressionen abbauen, ohne dabei andere zu verletzen. Dass sie die Übungen außerhalb der Turnhalle aber nur im schlimmsten Notfall zur Selbstverteidigung anwenden dürfen, wissen die Kinder. Schließlich bringt Seyfeddin Moussa ihnen in erster Linie bei, wie sie ihre Konflikte ohne Gewalt lösen können.
Die Kinder respektieren Seyfeddin Moussa nicht nur als Trainer, sondern schätzen ihn als einen Ansprechpartner, der ihnen auf Augenhöhe begegnet. Denn vor dem Hintergrund seiner eigenen schwierigen Jugend im Rollbergviertel weiß der erfahrene Boxer, wie die Kinder im Kiez ticken und mit welchen Herausforderungen sie tagtäglich zu kämpfen haben. Das Boxen hat ihn selber vor der „schiefen Bahn“ bewahrt. Dieses Erfahrungswissen gibt er nun an die Kleinen und Großen im Boxclub weiter.

Voller Stolz hat er von den ersten Erfolgen seiner Nachwuchsboxerinnen- und Boxer erzählt. Unter den provisorischen Bedingungen könne er seine jungen Talente allerdings nicht ausreichend fördern, was den engagierten Trainer selbstverständlich ärgert. Da der Boxclub unter den Jugendlichen im Rollbergviertel immer beliebter wird, wird die Turnhalle, die die AWO Berlin Südost e.V. kostenlos zur Verfügung stellt, allmählich zu klein. Einen alternativen Trainingsort im Viertel konnten sie bislang nicht finden. Außerdem träumen die Kinder davon, endlich in einem richtigen Boxring trainieren zu können. Auch dafür fehlen aktuell leider die finanziellen Mittel.

Ich möchte mich ausdrücklich bei Seyfeddin Moussa für seinen wertvollen Einsatz für die Kinder und Jugendlichen im Rollbergviertel bedanken und freue mich, auf dieses großartige Projekt aufmerksam machen zu können. Natürlich hoffe ich, dass sich viele Unterstützerinnen und Unterstützer beim Rollberger Box Gym melden werden!

Wer außerdem Lust hat, das eigene Kind zum kostenlosen Boxtraining zu schicken, kann einfach in der Turnhalle im FALK-Club in der Falkstraße 27, 12053 Berlin vorbeischauen. Jeden Montag und Freitag findet dort von 18 bis 19 Uhr der Anfängerkurs für die 5-bis 10 Jährigen sowie der Wettkämpferkurs von 19 bis 20 Uhr für Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren statt. Jugendlichen ab 16 Jahren gibt Seyfeddin Moussa außerdem montags und freitags von 20 bis 21 Uhr Training.

 

https://fritz-felgentreu.de/2018/01/09/rollberger-box-gym-hier-lernen-die-kinder-fuers-leben/

 

 

Der RBB informiert auch in arabischer Sprache

                                

 

Gewaltprävention durch Sport im Deutschlandradio Kultur

Der Soldiner Kiez ist ein Problemviertel im Berliner Bezirk Wedding. Doch mittlerweile ist etwas Ruhe eingekehrt im Viertel, und das liegt nicht zuletzt an dem Projekt der "Kiez bezogenen Netzwerkarbeit", das ein junger Erwachsener arabischer Herkunft vor fast sechs Jahren ins Leben rief.....
Ein Beitrag vom 31.05.2015 weiter lesen hier

 

 

Integration bei Sport "American Football" und Spiel

Trainingseinheit mit Berlin Adler und Flüchtlingskindern

 

 

Reisebericht nach Los Angeles

Preis des BMI

-Sicherheitspartnerschaft grenzenlos-

 

 

Beschreibung unseres Vereins "KbNa e.V."

 

Das Gemeinschaftsprojekt „KbNa“ möchte zeigen, dass auch und erst recht in sozialen Brennpunkten Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen Gemeinsamkeiten haben. Darauf soll aufgebaut werden. Die Idee des Projektes „KbNa“ besteht darin, sich dem „Fremden“ durch gemeinsame Aktionen anzunähern und sich besser kennen zu lernen.

 

Dabei gehen die Initiatoren davon aus, dass Unwissenheit über die Fremdgruppe zu Vorurteilen führt und dass ein geeigneter Weg, um diese zu beseitigen, der direkte Kontakt zwischen zwei Gruppen ist.

 

Die Intention des Gemeinschaftsprojektes ist nicht allein die Gewaltprävention. Es geht nicht vorrangig darum, bestehende Konflikte zu lösen oder Klärungen in Streitigkeiten zu erzielen. Vielmehr geht die Idee mit „KbNa“ dahin, sich dem „Fremden“ anzunähern, sich kennenzulernen und durch gemeinsame Aktionen die Scheu voreinander zu verlieren.

 

„KbNa“ wurde mit der Grundidee gegründet, den Kiez zu verändern und das Menschliche in jedem Einzelnen kennenzulernen. Dabei gehen die Initiatoren davon aus, dass Unwissenheit über die Fremdgruppe zu Vorurteilen führt und dass ein geeigneter Weg, um diese zu beseitigen, der direkte Kontakt zwischen zwei Gruppen sei.

 

Einwohner und Polizisten sollen sich kennen lernen, besser verstehen, um Vorurteile zwischen den beiden Gruppen abzubauen. Es geht darum, den Kindern und Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen und um die Erlernung eines respektvollen Umgangs miteinander. Die Selbstachtung und die Achtung des Anderen stehen im Vordergrund.


Es geht auch darum, jeweils ein anderes „Bild“ von sich zu schaffen, eine Seite aufzeigen, die so nie gesehen wurde. Im Wesentlichen zählt, was der Jugendliche kann. Er wird nicht darauf reduziert, was er nicht kann. In dem Projekt soll es um Persönlichkeitsbildung gehen. Mit dem Ansatz der Ressourcenorientierung und Lösungsorientierung sollen neue Wege gemeinsam gegangen werden.

 

Der Blick auf das Negative wird vermieden er richtet sich in die Zukunft. Aufgabe soll es sein, alte Muster zu durchbrechen.


Es geht darum, im Soldiner Kiez eine Vernetzung von Bewohnern, Kinder- und Jugendeinrichtungen, sozialen Einrichtungen, Moscheen , Kirchen und der örtlich zuständigen Dienstgruppe des Polizeiabschnitts 36 auf zu bauen, mit dem Ziel, der besseren Verständigung, des Abbaus von Vorurteilen und eines respektvollen Umgangs miteinander.

 

Ziele

"KbNa“ hat sich das Ziel gesetzt, dass gegenseitiger Respekt, Toleranz und Akzeptanz zur Grundhaltung im Miteinander wird, egal welcher Religion, Nationalität, Hautfarbe oder Berufsgruppe man angehört.

 

Die Aufklärung über die kognitiven Hintergründe von Stereotypen und Vorurteilen, das Bewusstmachen dieser und eine Veränderung im Umgang durch das praktische Üben im direkten Kontakt mit einer Fremdgruppe, das soll eine Nachhaltigkeit erzeugen.

 

Wenn das „Fremde“ im Anderen nicht mehr als fremd gesehen, sondern das Gemeinsame, das Verbindende in den Vordergrund gestellt wird, werden Vorurteile abgebaut oder reduziert.

 

Durch gemeinsame Aktionen im Soldiner Kiez in Gesundbrunnen sollen jahrzehntelang gewachsene Strukturen durchbrochen werden. Das Gemeinschaftsprojekt „KbNa“ will nicht tatenlos zusehen, wie im Soldiner Kiez die unbefriedigende Situation stagniert.

 

Besonderheiten

Konkret geplant sind folgende Aktivitäten:

  • Gemeinsames Fußballspielen wöchentlich in der Polizeisporthalle
  • Teilnahme als Beobachter an einer Verkehrsüberwachungsaktion mit anschließendem Interview von Polizisten durch Jugendliche in der Soldinerstraße
  • Kochen und Essen mit Pädagogen, Polizisten für und mit Jugendlichen
  • Durchführung von gemeinsamen Sportwettkämpfen
  • Sicherung durch Polizisten beim Klettern an der Kletterwand
  • Ausflüge / Besichtigung einer JVA
  • Selbstverteidigung als Freizeitangebot von Seiten der Polizei für Mädchen und Jungen
  • Kontaktaufbau zu Vorständen von Moscheen